FAQs

  • Combiner (71)

    Was ist der Unterschied zwischen einem Hybrid Combiner und einem Same-Band Combiner?

    Beide Typen eignen sich für den nahezu gleichen Anwendungsfall. Um den Kunden eine bessere Unterscheidung der Typen bezüglich deren Vor- und Nachteile zu erlauben, verwenden wir die Bezeichnungen Hybrid oder Same-Band Combiner.

    Hybrid Combiner bestehen überwiegend aus 3 dB-Kopplern. Kathrein verwendet generell breitbandige 3 dB-Koppler. Diese erlauben eine entkoppelte Zusammenschaltung von 2 Sende- oder Empfangssignalen auf einen Ausgang. Hierzu ist keine Frequenzlücke zwischen den Bändern erforderlich. Jedoch wird im Falle eine 2:1 Hybrid Combiners die Hälfte der Leistung über einen 50 Ohm-Widerstand abgeführt. Für diesen Zweck hat Kathrein 2:1 Hybrid Combiner mit integrierten 50 Ohm-Widerstand und einer sehr guten IM-Performance (<-160 dBc) entwickelt.

    Der Ausdruck Same-Band Combiner wird für Combiner mit Bandpass-Filtern aus Hohlraumresonatoren verwendet. Diese kombinieren zwei benachbarte Frequenzbereiche innerhalb eines Mobilfunkspektrums. Ein Schutzband zwischen den beiden Frequenzbereichen ist notwendig. Kathreins Same-Band Combiner Produkte können nach Kundenwunsch abgestimmt werden und haben einen wesentlich geringeren Eingangsverlust als Hybrid Combiner.

    Was ist der Unterschied zwischen einem 2:1 und einem 4:4 oder noch höherwertigen Hybrid Combiner?

    Ein 2:1 Hybrid Combiner besteht aus einem 3 dB-Koppler, 2 Eingängen, einem gemeinsamen Ausgang und einem integrierten Dämpfungsglied. Dieses Produkt wird für ein entkoppeltes Zusammenschalten von 2 Sendern oder Empfängern auf einen Ausgang benutzt. Für diesen Zweck hat Kathrein 2:1 Hybrid Combiner mit integrierten 50 Ohm-Widerstand und einer sehr guten IM-Performance (<-160 dBc) entwickelt.

    Ein 4:4 Hybrid Combiner besteht aus einem kaskadierten System aus 3 dB-Kopplern und verteilt die Signalstärke der 4 Eingänge auf 4 Ausgänge. Ein Viertel der Leistung jedes Eingangs steht jeweils den 4 Ausgängen zur Verfügung. Der übliche Verlust von 3 dB eines Hybrid Combiners tritt hier nicht auf, da keine Leistung über Dämpfungsglieder abgeführt wird. Die geringen Eingangsverluste sind im Datenblatt ersichtlich.

    Außerdem sind 8:4, 12:4 und 16:4 Hybrid Combiner verfügbar. Diese Combiner-Typen werden sehr oft für die entkoppelte Zusammenschaltung verschiedener Netzwerke in passiven In-Haus-Antenneninstallationen verwendet. Diese Lösungen sind Kombinationen aus Hybrid Combinern mit 2- oder 3-Band-Combinern, um alle notwendigen Signale in ein System einzuspeisen.

    Was ist ein Duplex Hybrid Combiner und was ist sein Einsatzbereich?

    Allein der Name "Duplex Hybrid Combiner" gibt schon einen ersten Einblick in die Funktionalität. Dieses Produkt besteht aus einem 3 dB-Koppler (Hybrid) und Tx/Rx Bandpass-Filter (Duplex).

    Duplex Hybrid Combiner werden überwiegend zur Zusammenschaltung zweier Basisstationen gleichen Bandes auf gemeinsame Einspeisekabel verwendet. Der Vorteil gegenüber normalen Hybrid Combinern ist der geringe Eingangsverlust im Tx-Pfad. Typischerweise hat man hier einen Eingangsverlust von weniger als 0,4 dB vergleichbar mit den 3 dB eines Standard 2:1 Hybrid Combiners. Der Verlust von 3 dB im Rx-Pfad kann hier durch den Einsatz eines DTMAs, wenn nicht schon vorhanden, kompensiert werden.

    Ein erfolgreicher Einsatz eines Duplex Hybrid Combiner erfordert die Ausgänge TxRx- und Rx-Diversity an der Basisstation. Bei Basisstationen mit Tx1Rx1- und Tx2Rx2-Ausgängen können Duplex Hybrid Combiner nicht verwendet werden. In solchen Fällen sollte man die normalen 2:1 Hybrid Combiner oder geeignete Same Band Combiner verwenden.

    Wie hoch ist die Eingangsverlustleistung eines Combiners?

    Die Eingangsverlustleistung eines Combiners ist ein bestimmender Faktor in der Auswahl der Technologie und Designs eines jeden Produkts. Weitere Kriterien in der Auswahl der Technologie sind der Frequenzbereich, die geforderte Isolation und die Durchgangsleistung.

    Erfahrungsgemäß reduziert sich die Eingangsverlustleistung mit zunehmendem Abstand der Frequenzbereiche. Ein typischer Wert für viele Kathrein-Multiband-Combiner, welche 900 und 1800 oder 2100 MHz kombinieren, ist 0,1 dB. Die Eingangsverlustleistung bei einer Kombination des 1800- und 2100 MHz-Bandes steigt auf < 0,3 dB.

  • Verstärker (73)

    Warum und wo werden TMAs in Netzwerken eingesetzt?

    Ein Tower Mounted Amplifier (TMA) wird eingesetzt, um die Eingangsempfindlichkeit des Empfangsgerätes zu erhöhen. Das Radiosignal von der Basisstation zum mobilen Endgerät in der Zelle (downlink) ist normalerweise ausreichend. Andererseits kann das Radiosignal vom Empfangsgerät zur Basisstation (uplink) oft zu schwach sein. Dies führt zu Qualitätsproblemen wie Gesprächsabbrüchen, Blockierungen und schlechten Datenraten.

    Um die Uplink-Signale (Rx) zu verstärken, sollte der TMA direkt und so nah wie möglich an der Basisstationsantenne installiert werden. Unnötige Kabellängen zwischen TMA und Antenne führen zu einer Reduzierung des Signal-Rausch-Abstandes. Dies ist ein wesentlicher Faktor im Umgang mit der Empfindlichkeit des Empfangsgerätes.

    Kathrein bietet eine große Auswahl verschiedener TMA Produkte an. Es existiert ein steigender Bedarf an TMAs in LTE-Netzen (800, 1800, 2600 MHz), um die Qualität und Datenbandbreite in LTE-Netzen zu erhöhen. Außerdem besteht steigender Bedarf an Dual-Band-Versionen, die neue Technologien wie Carrier Aggregation aber auch neue Antennenkonfigurationen mit existierenden Breitbandantennen unterstützen.

    Für weitere Details kontaktieren sie bitte Ihren lokalen Kathrein-Vertriebspartner.

    Bietet Kathrein Booster oder GMAs (Ground Mounted Amplifiers) an?

    GMAs haben überwiegend die gleiche Funktionalität wie TMAs. GMAs jedoch haben den Nachteil, dass sie am Fuße des Masten installiert werden. Dies bedeutet oft eine beträchtliche Entfernung von der empfangenden Basisstationsantenne. Das Empfangssignal hat durch die Feeder-Kabellänge zusätzliche Verlustleistungen. Jegliches Rauschen, das im RF-Pfad von der Antenne zum GMA entsteht, wird zusammen mit dem reduzierten Empfangssignal (Rx) verstärkt. Der gesamte Signal-Rausch-Abstand wird dadurch reduziert. Aus diesem Grund empfiehlt Kathrein keinen Einsatz von GMAs. Theoretisch könnten jedoch auch TMAs für diese Art von Installation benutzt werden.

    Booster verstärken die Ausgangleistung des Sendepfades der Basisstation (Downlink). Die Balance von Uplink/Downlink ist ein entscheidendes Merkmal im Design einer Mobilfunkstation. Es sollte immer darauf geachtet werden, dass die Netzabdeckung im Uplink und Downlink gleich ist. Normalerweise bereitet der Downlink der Basisstation weniger Sorgen, viel mehr gibt es Probleme in der Empfangsrichtung der Basisstation. Eine Unausgewogenheit kann hier zu Blockierungen und Gesprächsabbrüchen führen, da die Basisstation den Kontakt zum Endgerät verliert. Der Einsatz von TMAs zum Ausgleich der Feederverluste und zur Verbesserung der Empfangseigenschaften der Basisstation ist häufiger gewünscht. Kathrein bietet keine Booster an.

    Wie suche ich den richtigen TMA für mein Netzwerk aus?

    Kathrein bietet eine große Auswahl von DTMAs für fast alle herkömmlichen Frequenzspektren an. Zudem bietet Kathrein bei einigen DTMAs eine Anzahl von zusätzlichen Eigenschaften an, die die Installation von Multi-Band- oder Breitband-Antennenkonfigurationen möglich machen.

    Beispielsweise bietet Kathrein eine Auswahl von DTMAs mit RF-Bypass an. Dies ermöglicht eine Verstärkung eines Frequenzspektrums, wobei ein anderes Spektrum auf einen separaten oder gemeinsamen Ausgang durchgeschaltet wird. Dies ermöglicht Feeder Sharing ohne zusätzliche Combiner.

    Als Alternative bieten wir auch Dual-Band-DTMAs an, die eine Wiederverwendung existierender Standorte für zusätzliche Frequenzbänder oder Carrier Aggregation möglich machen.

    Eine Übersicht über unsere Produkte finden Sie in unserer Auswahlhilfe "DTMA Selection Guide" über unser Kundenportal.

  • Allgemeines (76)

    Wie kann Feeder Sharing in einer gemischten Protokollumgebung am Funkmasten realisiert werden (CWA, AISG oder proprietäre Protokolle)?

    Herkömmliche Standortkonfigurationen benutzen oft DTMAs, welche über CWA überwacht werden. Zusätzlich haben oder hatten einige Hersteller proprietäre Protokolle zur Überwachung der Systeme an den Masten. Normalerweise werden diese in das Feeder-Kabel eingespeist, auf den Masten ausgekoppelt und direkt in die verschiedenen Geräte eingespeist.

    Falls zusätzliche Services an einem existierenden Standort installiert werden, besteht die Herausforderung, dass mehrere Protokolle (AISG 1.1, AISG 2.0, CWA und, oder Herstellerspezifische Protokolle) gleichzeitig über die Feeder-Kabel eingespeist werden.

    Kathrein entwickelte dafür spezielle Dual-Band-Combiner, welche dieses Problem mit einem Minimum an zusätzlichen Investitionen lösen. Kathreins SmartPlex [78210900/-901] ermöglicht einen reibungslosen Betrieb herkömmlicher Geräte für die Mastmontage. Zusätzlich können weitere Protokolle für Geräte ohne zusätzliche Verkabelung genutzt werden. Außerdem werden keine zusätzlichen Bias Tees und DC Stops benötigt. Mit der Kathrein-Produktfamile Smartplex wird eine kostengünstige Lösung für komplexe Multiprotokoll-Installationen angeboten.

    Weitere Lösungsmöglichkeiten finden sie in unserem Kundenportal unter „Co siting application notes download“.

    Wann werden DC-Stops in einer RF-Konfiguration benötigt?

    Basisstationsantennen müssen geerdet sein. Kathreins Basisstationsantennen haben diese Erdungsfunktionalität gemäß EN 50083-1.

    Aktive Geräte für die Mastmontage wie beispielsweise DTMAs benötigen eine Spannungsversorgung. Die Spannungsversorgung liefert in der Regel die Basisstation über die Feeder-Kabel zum Gerät am Masten. Alternativ wird aber auch die Spannungsversorgung über ein Bias Tee von einer externen Spannungsversorgung realisiert.

    Um sicherzustellen, dass an der Basisstationsantenne kein Kurzschluss erfolgt, ist es notwendig, dass dies im Design der RF-Konfiguration berücksichtigt wird. DC-Stops bieten hier eine gute Lösungsmöglichkeit.

    Kathrein bietet hier externe DC-Stops als Zubehör oder bereits integriert in Combinern an. Bitte beachten Sie hierbei die einzelnen Datenblätter der Multiband-Combiner für weitere Informationen. Kathrein bietet üblicherweise eine große Bandbreite an verschiedenen DC-Stop-Funktionalitäten an verschiedenen Ports an.

    Welche IP-Schutzarten erfüllen Kathrein-Filter, Combiner und DTMAs?

    Es gibt spezielle Produkte für den Innenbereich. Aber die Mehrzahl der Kathrein-Filter-, Combiner- und DTMA-Produkte sind für den Außenbereich entwickelt. Diese erfüllen die Schutzklassen IP66 oder IP67. Manche Zubehörteile wie Dämpfungsglieder haben die Schutzklasse IP65.

    In einigen Fällen empfehlen wir eine bestimmte Befestigungsrichtung. Kathrein-Produkte sind nicht für Unterwasserinstallationen geeignet. Bei einer Schutzklasse IP67 wird bei der Typabnahme ein Untertauchen bis zu 1m für 1h gewährleistet.

    Bitte beachten sie die jeweiligen Datenblätter für detaillierte Informationen.

    Was ist der Unterschied zwischen einem Bias Tee und einem Smart Bias Tee?

    Ein Bias Tee wird zur Einführung oder Auskopplung von DC-Spannung verwendet. Außerdem können bei Bedarf AISG-Signale ein- oder ausgekoppelt werden. Diese werden benötigt, um Spannungsversorgung und Steuerungssignale über das RF-Feeder-Kabel an TMAs oder Remote Control Units zu geben.

    Kathrein bietet 3 verschiedene Ausführungen von Bias Tees mit Varianten im Frequenzbereich an.

    1. Bias Tees zur Ein- und Auskopplung von DC-Spannungsversorgung über einen SMB(männlich)- oder SMA(weiblich)-Anschluss.
    2. Bias Tees zur Ein- und Auskopplung von DC-Spannung mit AISG-Steuerungssignalen, die eine "Layer-One-Conversion" (LOC) vor der Einspeisung in den Bias Tee erfordern. Die Signale können zur Unit über einen SMB-Stecker eingespeist werden. In diesem Falle ist das AISG-Signal auf eine Trägerfrequenz von 2.176 MHz bereits aufmoduliert, so dass es am Bias Tee-Eingang verfügbar ist.
    3. Smart Bias Tees erlauben ein Ein- und Auskopplung der DC-Spannung und führen eine "Layer-One-Conversion" (LOC) des AISG-Signals mittels eines eingebauten Modems durch. Diese Einheiten haben einen 8-poligen Stecker für ein RS485-Interface und erlauben eine direkte Verbindung zu primären und sekundären AISG-Geräten über herkömmliche RET-Steuerungskabel.