Ein Auslandssemester in Neuseeland

Michael Maier vor den neuseeländer Bergen

Michael Maier ist ein ehemaliger Auszubildender der Kathrein SE und absolviert derzeit ein duales Studium an der Fachhochschule Rosenheim. Dort studiert er Maschinenbau, zudem arbeitet er in der Forschung und Entwicklung des Geschäftsbereichs Products bei Kathrein. Um sein Englisch zu verbessern und Auslandserfahrung zu sammeln, ging er für ein Semester nach Neuseeland. Im Folgenden sein Erfahrungsbericht:

Ich habe Neuseeland gewählt, da es ein englischsprachiges und zudem sehr schönes Land ist. Außerdem ist Neuseeland für einen Kurzurlaub zu weit entfernt. Das Auslandssemester habe ich mithilfe von IEC selbst organisiert. IEC ist eine Online-Plattform mit Sitz in Berlin, die „Freemover“ bei der Organisation ihres Studienplatzes kostenlos unterstützt. Seitens der Kathrein SE unterstützten mich Wolfgang Mummert, Maria Weber und Florian Waldschütz.

Studium

Das Studium an der Technischen Universität Auckland (AUT) ist vergleichbar mit dem Studium an der Fachhochschule Rosenheim. Der Hauptunterschied besteht darin, dass die schriftlichen Arbeiten über das Semester etwa 40 Prozent der Gesamtnote ausmachen und dass es Halbsemesterprüfungen gibt. Die Atmosphäre an der Universität ist sehr gut. Die Menschen sind sehr hilfsbereit und AUT bietet Hilfe für fast alles. Die Professoren werden mit ihrem Vornamen angesprochen und die meisten von ihnen sind auch sehr hilfsbereit. AUT hat viele internationale Schüler. Dadurch konnte ich mir einen Einblick in verschiedene Kulturen verschaffen. Es war leicht, andere Studenten kennenzulernen, obwohl ich Kurse aus höheren Semestern besucht habe.

Mein Studienplan umfasste vier Kurse, was in Neuseeland einem Vollzeit-Semester entspricht. Eines der Themen, die ich ausgewählt hatte, waren Mechanismen und Dynamik von Maschinen. Der erste Teil dieses Themas konzentrierte sich auf Vektorberechnungen und der zweite Teil auf wichtige mechanische Komponenten wie Getriebe und Nocken. Im Produktdesign haben wir gelernt, welche Schritte bei der Entwicklung wichtig sind. Dieser Kurs kam dem, was ich bei Kathrein mache, sehr nahe. Das hilft mir künftig bei der Entwicklung neuer Komponenten oder Produkte. Außerdem habe ich einen Kurs über Steuerungstechnik und eine Einführung über Mikro-Controller besucht. Die Inhalte werden von der Fachhochschule Rosenheim anerkannt und helfen mir so bei meinem Abschluss.

Reisen

Neuseeland ist ein wirklich wunderschönes Land. Auf Wochenendreisen, in den Semesterferien und vier Wochen nach dem Semester konnte ich durch das Land reisen. Auf der Südinsel sind die Westküste und Queenstown am beeindruckendsten. Auf der Nordinsel würde ich Coromandel und den Mount Taranaki empfehlen. Die Menschen in Neuseeland sind sehr freundlich und hilfsbereit. An einem Wochenende besuchte ich einen Noho Marae und übernachtete in einem traditionellen Maori-Haus. Während dieses Besuches zeigten die Maori den internationalen Studenten ihre Kultur. Es war ein tolles Wochenende und wir haben sogar gelernt, den berühmten Haka zu tanzen.

Fazit

Durch meinen Aufenthalt in Neuseeland konnte ich mein Englisch deutlich verbessern. Es war eine sehr gute Erfahrung und ich habe viele Leute aus der ganzen Welt kennengelernt. Ich bedanke mich beim Max-Weber-Programm für die Finanzierung der Hauptkosten, bei Wolfgang Mummert, Maria Weber und Florian Waldschütz sowie bei meinem Mentor Dominik Lüdt für die Unterstützung meiner Pläne. Ein Dankeschön geht auch an die IEC-Online-Plattform für die Unterstützung bei der Organisation meines Aufenthalts und schließlich an Kenneth Holt, der mich bei AUT unterstützt hat. Auch wenn ich froh bin wieder zu Hause zu sein, würde ich auf jeden Fall ein Semester in Neuseeland empfehlen.