Blusen zählen leicht gemacht

Kurze Kollektionszyklen und rasch wechselnde Trends: Der Modehersteller Marc O'Polo mit Sitz im oberbayerischen Stephanskirchen benötigt eine präzise getaktete Textillogistik. Dabei kommt es auf Flexibilität, Kundenservice und vor allem Schnelligkeit an. Für optimale Prozesse setzt das Unternehmen auf die RFID-Technologie sowie auf bewährte Lösungen von Kathrein.

Ausgangssituation

Das Unternehmen Marc O'Polo wurde1967 in Stockholm gegründet und ist heute eine der international führenden Marken im Bereich Premium Modern Casual. Zunächst sollte die RFID-Technik lediglich in den etwa 2.600 eigenen Stores installiert werden, um die Warenverfügbarkeit, die Kassiervorgänge und die Warensicherung zu optimieren. Im Lauf der Projektplanung stellte man aber fest, dass RFID die Supply-Chain insgesamt erheblich verbessern kann. Aus diesem Grund entschloss man sich für einen umfassenden Einsatz der Lösung, die auch das Zentrallager am Firmensitz umfasst.

Kathrein-Lösung

„Radio Frequency Identification“ – kurz RFID – ermöglicht Marc O'Polo, jedes einzelne Produkt mittels elektromagnetischer Wellen berührungslos entlang der gesamten Lieferkette zu erfassen. Um einen Artikel vom Werk bis in den Laden zu verfolgen, wird ihm mit der Auslieferung in der Fabrik ein individuelles RFID-Etikett zugeordnet. Das Zentrallager ist mit einer Eingangsschleuse ausgestattet, die sämtliche RFID-Tags einer Lieferung automatisch erfasst. So steht unmittelbar fest, ob die Angaben auf dem Lieferschein korrekt sind. Im Laden ermöglicht RFID jederzeit eine exakte Übersicht über den Bestand sowie einen raschen Zahlungsvorgang. Zudem erkennt das System aufgrund verschiedener Parameter sogar einen Diebstahlversuch.

Ergebnisse

RFID verbesserte die Supply-Chain bei Marc O'Polo erheblich. Warenbestand und -bewegungen können unkompliziert und mit maximaler Genauigkeit überprüft werden. Dadurch werden der Zeit- und Personalaufwand sowie die Kosten reduziert. In den Stores profitieren Kunden von kurzen Wartezeiten an der Kasse, weil der Einkauf automatisch erfasst wird und keine Hart-Etiketten mehr entfernt werden müssen. Die Textillogistik der Modemarke wurde insgesamt optimiert, außerdem Einsparpotenzial realisiert. Der Warenumsatz wurde beschleunigt, ein separates Warensicherungssystem ist nicht mehr notwendig. Die Investitionskosten amortisieren sich nach wenigen Jahren.