Förderbescheid für 5G-Testfeld im Oberland bei Kathrein übergeben

Das Forschungsprojekt 5G TODAY hat eine wichtige Etappe erreicht: Bayerns Wirtschafts- und Technologieminister Franz Josef Pschierer (CSU) übergab bei Kathrein den Förderbescheid der Bayerischen Forschungsstiftung. Geleitet wird das Projekt vom Institut für Rundfunktechnik, Projektpartner sind die Unternehmen Kathrein und Rohde & Schwarz. Unterstützt wird das Projekt zudem von Telefónica Deutschland und dem Bayerischen Rundfunk. Bei 5G TODAY wird im Bayerischen Oberland ein 5G-Testfeld errichtet, das große und kleine Senderzellen kombiniert, um identische Medieninhalte gleichzeitig – und damit effizient – an viele Empfänger zu verteilen.

Dafür werden TV-Signale als Versuchsfunk, unter anderem vom BR-Sendestandort am Wendelstein und weiteren Sendestandorten im Raum München, gleichzeitig abgestrahlt. Bisher läuft der TV-Empfang für Mobilfunknutzer über deren Internetverbindungen, da Mobilgeräte in der Regel keinen integrierten Rundfunkempfänger enthalten. Wenn nun auf vielen Mobilgeräten z.B. ein live gestreamtes Fußballspiel gesehen wird, dann muss vom Sender zu jedem einzelnen Mobilgerät eine eigene Internetverbindung unterhalten werden. Diese vielen Einzelverbindungen benötigen bisher eine hohe Bandbreite, obwohl der Inhalt identisch ist. Die erste Test-Ausstrahlung ist für Ende 2018 vorgesehen.

Bayerns Wirtschaftsminister Pschierer würdigte bei der Übergabe des Förderbescheids die technologische Bedeutung des Projekts: „5G ist eine Schlüsseltechnologie für zahlreiche digitale Anwendungen der Zukunft: Vom autonomen Fahren bis hin zum Internet der Dinge, überall wo Vernetzung und schneller Datenaustausch eine Rolle spielen wird der neue Netzstandard eine zentrale Rolle spielen. Mit dem Forschungsprojekt 5G TODAY untersuchen wir das Potenzial von 5G im Bereich der Verbreitung von Medieninhalten. Wir führen Rundfunkübertragung und Mobilfunk innovativ zusammen. Damit soll bei wesentlich effizienterer Übertragungstechnik die Qualität von TV-Übertragungen und Medienangeboten auf Smartphones und Tablet-PCs erhöht werden.“

Downloads

Text

Download als pdf ( April 2018 | de )


Bild