Kathrein baut neues Werk in Mexiko

Kathrein erweitert derzeit seine Produktionskapazitäten insbesondere für Mobilfunkantennen und errichtet im Rahmen der Globalisierungsstrategie ein neues Werk in Mexiko. Es entsteht im Industriepark von Tetla im Bundestaat Tlaxcala. Dessen Gouverneur Mariano González Zarur besuchte jetzt den Firmensitz in Rosenheim und informierte sich über Kathrein und das Projekt.

Das Unternehmen investiert in das neue Werk in Mexiko in der ersten Phase rund 26 Millionen Euro. Ab März 2015 sollen dort auf knapp 13.000 Quadratmetern Produktionsfläche vor allem Mobilfunkantennen gebaut werden. Insgesamt entstehen rund 400 neue Arbeitsplätze. Grundsteinlegung für den Neubau war Ende April, die Bauarbeiten befinden sich im Zeitplan. In einer späteren Phase wird voraussichtlich Kathrein Automotive das Werk nutzen, um von dort aus insbesondere die Werke der Automobilhersteller in Mexiko zu beliefern.

„Sehr gute Erfahrungen gemacht“

Firmenchef Anton Kathrein unterstrich bei dem Besuch des Gouverneurs die ausgezeichnete Unterstützung durch die mexikanischen Behörden. „Wir haben in den vergangenen Monaten sehr gute Erfahrungen gemacht und sehen unsere Erwartungen mehr als bestätigt“, so der Unternehmer. Er sei sehr zufrieden mit dem Verlauf des Projekts und sehe der Einweihung des Werks mit großer Freude entgegen.

Mariano González Zarur hob die Bedeutung der Investition von Kathrein heraus. „Das zeigt, dass wir Unternehmen ein attraktives Wirtschaftsumfeld und qualifizierte Arbeitskräfte bieten“, so der Gouverneur von Tlaxcala. Er hoffe, dass sich auch Lieferanten nahe dem neuen Kathrein-Werk ansiedeln werden. Es sei ein wichtiges Ziel seiner Politik, Unternehmen aus dem Ausland für Investitionen in seinem Bundesstaat zu gewinnen.

Moderne Infrastruktur und hohe Produktivität

Für den Neubau des Werkes in Tetla gibt es nach Aussage des für die Region verantwortlichen Mitglieds der Geschäftsleitung, Norbert Schindler, eine Reihe von Gründen. Mexiko ist Anlaufstelle für viele europäische Betriebe geworden, die Absatzmärkte in Nord- und Südamerika erschließen wollen. Es gibt dort eine moderne Infrastruktur und ein wettbewerbsfähiges Produktionsumfeld. Mehrere Freihandelsabkommen sowie die direkte Nachbarschaft zu den Vereinigten Staaten sind entscheidende Vorteile gegenüber anderen lateinamerikanischen Staaten.

Die Hauptstadt Mexico City ist nur 120 Kilometer von Tetla entfernt. Vom dortigen Flughafen gibt es einen direkten Lufthansa-Linienverkehr nach München. Die Hafenstadt Veracruz, von wo aus die Antennen verschifft werden können, ist in zwei Stunden mit dem LKW erreichbar. Und nur 65 Kilometer südlich in Puebla versammeln deutsche Automobilkonzerne allmählich die gesamte deutsche Zulieferindustrie um sich.

Extrem hohe Nachfrage nach Mobilfunkantennen

Kathrein erweitert derzeit seine weltweiten Produktionskapazitäten erheblich. Hintergrund ist die extrem hohe Nachfrage nach Mobilfunkantennen im Weltmarkt. Bedingt durch die rasant steigenden Datenvolumen in den Mobilfunknetzen sind deren Betreiber gezwungen, ihre Infrastruktur rasch und umfassend auszubauen.

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