Kathrein nimmt neues Rechenzentrum am Stammsitz in Betrieb

Der Kommunikationstechnik-Spezialist Kathrein hat die Grundlage für eine gruppenweit einheitliche IT-Infrastruktur gelegt. In unmittelbarer Nähe zum Werk an der Salinstraße eröffnete das Unternehmen nach knapp anderthalb Jahren Bauzeit ein hochmodernes Rechenzentrum. Dieses übernimmt künftig die zentrale Datenverarbeitung innerhalb der Kathrein-Gruppe. Bislang haben die einzelnen Standorte jeweils eigene IT-Landschaften, die nun zusammengeführt werden.

Das Rechenzentrum erfüllt die hohen Anforderungen an ein zeitgemäßes und zukunftssicheres Data Center. Neben der Kosteneffizienz hatten bei der Planung vor allem Ausfall- und Datensicherheit, volle Skalierbarkeit und die Verfügbarkeit von Daten und Systemen hohe Priorität. Ein Luft-Kühlsystem sorgt für einen geringen Energieverbrauch. Optimalen Brandschutz gewährleistet eine Stickstoff-Löschanlage. Die Gebäudesicherheit wird unter anderem durch Bewegungsmelder und Kameras im Außenbereich garantiert.

Das Gebäude verfügt zudem über zwei voneinander unabhängige Stromversorgungen sowie einen Dieselgenerator für Notfälle. Für eine sichere Verbindung an das Internet sorgen zwei Datenleitungen, die von verschiedenen Seiten in das Rechenzentrum führen. „Wir können zu jeder Zeit Wartungs- und Reparaturarbeiten durchführen, ohne dass der Betrieb unterbrochen werden müsste“, sagt Christian Czech, Leiter IT-Infrastruktur bei Kathrein. Das Rechenzentrum ist so ausgelegt, dass es ohne großen Aufwand nachgerüstet werden kann. Aktuell liegt die Server-Nennlast bei 60 Kilowatt, durch zwei weitere Ausbaustufen sind bis zu 180 Kilowatt möglich.

Der Neubau verfügt über einen Serverraum mit rund 200 Quadratmetern Fläche, dazu kommen noch etwa 500 Quadratmeter Bürofläche für die Mitarbeiter. Die Bauarbeiten begannen Ende 2014 und wurden um etwa sieben Wochen verzögert, weil der Boden des Baugrundstücks kontaminiert war und speziell entsorgt werden musste. Da in Bahnhofsnähe gebaut wurde, war bei den Aushubarbeiten der Kampfmittelräumdienst stets mit dabei. Bis auf einen verrosteten Revolver wurde jedoch nichts gefunden.

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