Kathrein treibt Wandel am Standort Rosenheim voran

Kathrein wandelt seinen Stammsitz von einem Industrie- zu einem Innovations- und Technologiestandort. Neben neuen Flächen für die Forschung & Entwicklung entsteht in Rosenheim in den kommenden Jahren eine Leitfabrik. In dieser sollen künftig standardisierte und innovative Fertigungsprozesse entwickelt werden.

Die Neuausrichtung des Standorts Rosenheim ist ein wesentlicher Teil der Umgestaltung der Kathrein-Gruppe. Die Märkte erleben immer kürzere Innovationszyklen, damit gehen ständig neue Anforderungen seitens der Kunden einher. Als Technologievorreiter stellt sich Kathrein darauf ein: Die Forschungsaktivitäten am Stammsitz werden erheblich ausgebaut. Allein in den vergangenen zwölf Monaten hat das Unternehmen mehr als 100 hochqualifizierte Fachkräfte eingestellt. Zudem werden im Werk III in der Klepperstraße frühere Produktions- in Büroflächen umgewandelt sowie ein neues Entwicklungs- und Testgebäude errichtet.

Erprobte Produktionsprozesse werden übernommen

Die Leitfabrik wird die Bereiche Innovation und Produktentstehung mit der weitverzweigten Produktion innerhalb der Kathrein-Gruppe vernetzen. „Wir werden innovative Produkte und Prozesse in der Lead Factory so entwickeln, dass sie von anderen Produktionsstätten im Gruppenverbund problemlos und ohne Qualitätsverlust übernommen werden können“, erläutert Frank Ullmann, Chief Operating Officer der Kathrein-Gruppe. Laufen die Prozesse in der Leitfabrik stabil, werden sie an andere Standorte übergeben, wo dann die Serienproduktion anläuft.

Produktivität steigt insgesamt an

„Das Konzept der Leitfabrik bringt signifikante Vorteile“, so Ullmann weiter. „Wir profitieren einerseits von der unmittelbaren Nähe zu unserer Forschung und Entwicklung, andererseits nutzen wir die jahrzehntelange Produktionserfahrung am Stammsitz.“ Durch die Übernahme erprobter Fertigungsprozesse werde die Produktivität im gesamten Gruppenverbund ansteigen.

Gespräche zwischen Geschäftsleitung und Betriebsrat

Mit dem Konzept der Leitfabrik wird ein qualitativer Wandel in Rosenheim einhergehen. Vorrangig wird die natürliche Fluktuation ausgenutzt, um die Mitarbeiterstruktur an die neuen Erfordernisse anzupassen. Ein Stellenabbau ist jedoch im Zuge der Neuausrichtung nicht zu vermeiden. Wie die Umgestaltung konkret umgesetzt wird, ist in den kommenden Wochen Gegenstand vertraulicher Gespräche zwischen der Geschäftsleitung und dem Betriebsrat. Beide Seiten haben vereinbart, über Zwischenergebnisse gemeinsam zu informieren.

„Es ist sehr wichtig für die Geschäftsleitung, dass der Wandel sozialverträglich und mit individuellen Angeboten für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gestaltet wird. Wir werden für jeden eine Lösung finden“, betont Anton Kathrein, Geschäftsführender Gesellschafter von Kathrein. Man werde dafür alle Instrumente der Tarifpolitik nutzen.

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