Präzision auf 2.000 Meter Höhe

45 Jahre ist es her, dass auf dem Kitzbüheler Horn ein Sendeturm errichtet wurde. Er versorgt den Großraum Kitzbühel mit TV- und Radioprogrammen. Der Zahn der Zeit nagte über die Jahre der Sendeanlage, sodass jetzt der Zylinder mitsamt Antenne ausgetauscht wurde. Die Österreichische Rundfunksender GmbH (ORS), eine Tochter der Sendeanstalt ORF, vertraute dabei auf die bewährte Zusammenarbeit mit Kathrein.

Für die Projektleiter Thomas Stolba (Elektronik) und Johann Seebacher (Mechanik) begann die Arbeit für den ORS-Auftrag etwa neun Monate vor der Montage der neuen Antenne. Wie immer galt es, die Montagearbeiten genau zu planen, schließlich sind an einem solchen Projekt mehrere Firmen beteiligt. Während der Vorbereitungen mussten Stolba und Seebacher dem Sendeturm auf knapp 2.000 Metern Höhe mehrere Besuche abstatten, um Messungen durchzuführen. Im Winter war das nicht so einfach, da die schmale Straße bis zum Gipfel nicht befahrbar war. So musste Stolba einmal mit der Seilbahn nach oben fahren und die letzten 50 Höhenmeter mühsam sein Messequipment zu Fuß durch den Schnee befördern.

Am 18. Juli war es dann soweit: Um fünf Uhr morgens versammelten sich rund 20 Experten, um die neue Sendeanlage auf dem Gipfel des Kitzbüheler Horns zu montieren. Vor Ort waren auch hochrangige Fachleute von der ORS, dem ORF und Kathrein. „Wir haben so früh angefangen, weil die Seilbahn noch nicht fuhr und damit kaum Menschen unterwegs waren“, so Stolba. Außerdem ermögliche die höhere Luftdichte in den frühen Morgenstunden eine höhere Traglast für den Helikopter. Drei Flüge mit einem russischen Spezialhubschrauber waren für die Montage notwendig. Beim ersten wurde der rund drei Tonnen schwere alte Zylinder deinstalliert, beim zweiten transportierten die Piloten einen Adapter auf die Mastspitze, der unter Leitung von Johann Seebacher exakt nivelliert wurde. Der dritte Flug galt dann dem Anbringen des neuen Zylinders mit ca. 2,5 Tonnen Gewicht. „Es lief alles reibungslos, wir hatten Glück mit dem Wetter“, bilanzierte Stolba. Schon um kurz vor halb neun am Morgen waren die Montagearbeiten für die neue Antenne abgeschlossen. „Unser Kunde war sehr davon angetan, wie wir den straffen Zeitplan für den aufwändigen Austausch ohne Probleme durchgezogen haben.“ Zwei Tage später wurde die Antenne nach weiteren Montagearbeiten und Abschlussmessungen in Betrieb genommen..

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