Kathrein gestaltet Zukunftstag für Mädchen

Wirtschaftsministerin Ilse Aigner, Girls' Day

Am bundesweiten „Girls‘ Day“ haben 28 Schülerinnen die Gelegenheit genutzt, sich bei Kathrein über die Ausbildung in technischen Berufen zu informieren. Wie in den früheren Jahren hatten die Mädchen ausführlich Gelegenheit, den Umgang mit Werkzeug und Maschinen unter fachkundiger Anleitung zu üben. Eine besondere Attraktion für die Teilnehmerinnen war der Besuch der bayerischen Wirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU).

Die Schülerinnen ab der fünften Jahrgangsstufe bekamen zunächst Informationen über das Unternehmen und die Ausbildung bei Kathrein. Die Auszubildenden Margarethe Köstner (Elektronikerin für Geräte und Systeme), Veronika Rockinger und Marianne Steinegger (beide Industriemechanikerinnen) berichteten den Teilnehmerinnen über ihre Berufe. Sie erläuterten dabei, welche Vorteile die Wahl einer technischen Ausbildung hat: ausgezeichnete Chancen am Arbeitsmarkt, viele Weiterbildungsmöglichkeiten und unterschiedliche Berufseinstiege. Nach der Einführung und Beantwortung von Fragen durften die Mädchen selbst Hand anlegen und mit Unterstützung von Auszubildenden ein Werkstück bauen. Dabei erhielten sie im elektronischen Bereich Einblicke in das Löten oder das Bestücken von Platinen. Im mechanischen Bereich konnten die Teilnehmerinnen das Bohren und Fräsen ausprobieren und mechanische Komponenten bearbeiten.

Berufsfeld nach wie vor von Männern dominiert

„Für uns ist es sehr wichtig, junge Mädchen für technische Berufe zu begeistern“, betonte Stefan Esterlechner, Leiter Aus- und Weiterbildung bei Kathrein. Angesichts des Fachkräftemangels sei man darauf angewiesen, zunehmend Frauen für den Bereich Technik zu gewinnen. Wie in vielen anderen Unternehmen wird dieses Berufsfeld auch bei Kathrein von Männern dominiert. Etwa ein Drittel der Mitarbeiter beim weltweit größten Antennenhersteller sind weiblich, rund zwei Drittel männlich. Bei den Auszubildenden der KATHREIN-Werke KG ist das Verhältnis noch ungleicher: Von aktuell 56 Azubis in technischen Berufen sind lediglich neun junge Frauen.

„Traditionellen Rollenbildern widersprechen“

Auch die Staatsregierung weiß um die Wichtigkeit, Mädchen technische Berufe näher zu bringen. Wirtschaftsministerin Ilse Aigner ermutigte bei ihrem Besuch in Rosenheim die Schülerinnen, sich in unbekannte Gefilde zu wagen: „Wir brauchen immer mehr Fachkräfte in technischen Berufen, und wir Frauen sind dafür bestens geeignet. Wir müssen uns nur trauen, den traditionellen Rollenbildern zu widersprechen“, sagte die Ministerin. Als staatlich geprüfte Elektrotechnikerin kann die CSU-Politikerin aus eigener Erfahrung sprechen.

Zum „Girls‘ Day“ öffnen Unternehmen, Betriebe und Hochschulen in ganz Deutschland ihre Türen für Schülerinnen ab der 5. Klasse. Die Mädchen lernen dort vor allem technische Ausbildungsberufe und Studiengänge kennen, in denen Frauen bisher eher selten vertreten sind. Auch die Firma Kathrein beteiligt sich seit einigen Jahren an dem Aktionstag, um technikbegeisterte Mädchen als Nachwuchs zu gewinnen.

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