Wikinger-Ausstellung im Lokschuppen startet mit Kathrein als Hauptsponsor

Im Ausstellungzentrum Lokschuppen ist die Erlebnisausstellung „WIKINGER!“ eröffnet worden, die von Kathrein als einem der Hauptsponsoren unterstützt wird. Bis zum 4. Dezember gewinnen die Besucher faszinierende Einblicke in das Leben in der Wikingerzeit (8. bis 11. Jahrhundert nach Christus). Die Inszenierung von mehr als 500 ausgestellten Originalen erzählt nicht nur von Beutezügen, Gefahren, Kämpfen und vergrabenen Schätzen, sondern auch von starken Wikingerinnen und den „Pferden der Meere“, wie sie selbst ihre Schiffe nannten. Dabei räumt die Ausstellung auch mit manchen gängigen Klischees auf.

„Helme mit Hörnern hatten die Wikinger nicht, und überhaupt gab es das Volk der Wikinger an sich gar nicht“, erläutert die Kuratorin der Sonderschau, Dr. Michaela Helmbrecht. Es habe sich mehr um eine Art „Berufsbezeichnung“ gehandelt. Tatsächlich waren die Wikinger keine ethnische Gruppe. Die Bezeichnung "Wikinger" ist ein Sammelbegriff für verschiedene Völker aus dem Norden, die vom neunten Jahrhundert an plötzlich auf dem europäischen Kontinent auf Beutezug gingen. Den Menschen in Mitteleuropa war damals gleichgültig, wer sie da genau überfiel. Für sie waren die weit übers Meer gereisten "Barbaren" alle schrecklich, eben alles „Wikinger“.

Die Fahrten und Eroberungen der Nordeuropäer sind der größte Themenbereich in der Ausstellung. Wohin gelangten die Nordleute auf ihren Fahrten? Wo plünderten die Wikinger, wo trieben sie Handel? Wie wurden die Schiffe gebaut, wie fand man auf hoher See den richtigen Weg? „Auf all diese Fragen bekommen die Besucherinnen und Besucher Antworten, und zwar nicht nur anhand von Originalfunden, sondern auch von originalgetreuen Rekonstruktionen von Schiffsteilen sowie interaktiven Stationen und Filmen“, so Helmbrecht.

Unterhaltung mit hohem wissenschaftlichem Anspruch

Die Veranstaltungs + Kongress GmbH Rosenheim (VKR) hat rund 2,5 Millionen Euro in die aufwändige Schau investiert. „Wir haben einen sehr hohen wissenschaftlichen Anspruch. Diesen verbinden wir auch in diesem Jahr in bewährter Weise mit dem Charakter einer unterhaltenden, familienfreundlichen Ausstellung“, erläutert VKR-Geschäftsführer Peter Lutz. Auf 1.500 Quadratmetern zeigt die derzeit deutschlandweit größte Wikinger-Schau, dass die wahre Geschichte der skandinavischen Völker im Frühmittelalter noch spannender ist als alle Mythen, die sich um sie ranken.

Spannende Angebote für Kinder

Ein besonderes Augenmerk haben die Macher auf die Interessen der Kinder gelegt: So ist das begehbare 17 Meter lange Original-Kulissenschiff aus dem Film „Wickie auf großer Fahrt“ im Herzen Rosenheims vor Anker gegangen. Zudem hat der Lokschuppen nach eigener Aussage die Museumspädagogik weiter verbessert. Die diesjährigen Themenführungen für Schüler aller Altersklassen, die sich an den Lehrplänen orientieren, sind noch stärker zielgruppenorientiert. In Workshops vertiefen die Kinder das neu gewonnene Wissen. Sie basteln „seetaugliche“ Wikingerschiffe, kleine Bronze-Schatzkästchen oder Schlüsselanhänger mit Runenzeichen.

Aushängeschilder Lokschuppen und Kathrein vereint

„Wir sind stolz darauf, auch in diesem Jahr zu den Unterstützern einer äußerst interessanten und hervorragend umgesetzten Ausstellung zu gehören“, sagt Anton Kathrein, CEO der Kathrein-Gruppe. „Der Lokschuppen gehört ebenso wie Kathrein zu den bekannten Aushängeschildern der Stadt Rosenheim.“

Die VKR erwartet bis zu 200.000 Besucher in der Wikinger-Ausstellung, die ein wichtiger Faktor für den Tourismus sind. Die Ausstellung "Regenwald" sahen im vergangenen Jahr rund 190.000 Gäste. Seit der Eröffnung des Ausstellungszentrums 1988 verzeichnete der Lokschuppen knapp vier Millionen Besucher.

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