FAQs zu Antenna Line Devices

  • Combiner

    Wie hoch ist die Eingangsverlustleistung eines Combiners?

    Die Eingangsverlustleistung eines Combiners ist ein bestimmender Faktor in der Auswahl der Technologie und Designs eines jeden Produkts. Weitere Kriterien in der Auswahl der Technologie sind der Frequenzbereich, die geforderte Isolation und die Durchgangsleistung.

    Erfahrungsgemäß reduziert sich die Eingangsverlustleistung mit zunehmendem Abstand der Frequenzbereiche. Ein typischer Wert für viele Kathrein-Multiband-Combiner, welche 900 und 1800 oder 2100 MHz kombinieren, ist 0,1 dB. Die Eingangsverlustleistung bei einer Kombination des 1800- und 2100 MHz-Bandes steigt auf < 0,3 dB.

  • Verstärker

    Warum und wo werden TMAs in Netzwerken eingesetzt?

    Ein Tower Mounted Amplifier (TMA) wird eingesetzt, um die Eingangsempfindlichkeit des Empfangsgerätes zu erhöhen. Das Radiosignal von der Basisstation zum mobilen Endgerät in der Zelle (downlink) ist normalerweise ausreichend. Andererseits kann das Radiosignal vom Empfangsgerät zur Basisstation (uplink) oft zu schwach sein. Dies führt zu Qualitätsproblemen wie Gesprächsabbrüchen, Blockierungen und schlechten Datenraten.

    Um die Uplink-Signale (Rx) zu verstärken, sollte der TMA direkt und so nah wie möglich an der Basisstationsantenne installiert werden. Unnötige Kabellängen zwischen TMA und Antenne führen zu einer Reduzierung des Signal-Rausch-Abstandes. Dies ist ein wesentlicher Faktor im Umgang mit der Empfindlichkeit des Empfangsgerätes.

    Kathrein Mobile Communication bietet eine große Auswahl verschiedener TMA Produkte an. Es existiert ein steigender Bedarf an TMAs in LTE-Netzen (800, 1800, 2600 MHz), um die Qualität und Datenbandbreite in LTE-Netzen zu erhöhen. Außerdem besteht steigender Bedarf an Dual-Band-Versionen, die neue Technologien wie Carrier Aggregation aber auch neue Antennenkonfigurationen mit existierenden Breitbandantennen unterstützen.

    Für weitere Details kontaktieren Sie bitte Ihren lokalen Kathrein-Mobile-Communication-Vertriebspartner.

    Bietet Kathrein Mobile Communication Booster oder GMAs (Ground Mounted Amplifiers) an?

    GMAs haben überwiegend die gleiche Funktionalität wie TMAs. GMAs jedoch haben den Nachteil, dass sie am Fuße des Masten installiert werden. Dies bedeutet oft eine beträchtliche Entfernung von der empfangenden Basisstationsantenne. Das Empfangssignal hat durch die Feeder-Kabellänge zusätzliche Verlustleistungen. Jegliches Rauschen, das im RF-Pfad von der Antenne zum GMA entsteht, wird zusammen mit dem reduzierten Empfangssignal (Rx) verstärkt. Der gesamte Signal-Rausch-Abstand wird dadurch reduziert. Aus diesem Grund empfiehlt Kathrein Mobile Communication keinen Einsatz von GMAs. Theoretisch könnten jedoch auch TMAs für diese Art von Installation benutzt werden.

    Booster verstärken die Ausgangleistung des Sendepfades der Basisstation (Downlink). Die Balance von Uplink/Downlink ist ein entscheidendes Merkmal im Design einer Mobilfunkstation. Es sollte immer darauf geachtet werden, dass die Netzabdeckung im Uplink und Downlink gleich ist. Normalerweise bereitet der Downlink der Basisstation weniger Sorgen, viel mehr gibt es Probleme in der Empfangsrichtung der Basisstation. Eine Unausgewogenheit kann hier zu Blockierungen und Gesprächsabbrüchen führen, da die Basisstation den Kontakt zum Endgerät verliert. Der Einsatz von TMAs zum Ausgleich der Feederverluste und zur Verbesserung der Empfangseigenschaften der Basisstation ist häufiger gewünscht. Kathrein Mobile Communication bietet keine Booster an.

    Wie suche ich den richtigen TMA für mein Netzwerk aus?

    Kathrein Mobile Communication bietet eine große Auswahl von DTMAs für fast alle herkömmlichen Frequenzspektren an. Zudem bieten wir bei einigen DTMAs eine Anzahl von zusätzlichen Eigenschaften an, die die Installation von Multi-Band- oder Breitband-Antennenkonfigurationen möglich machen.

    Beispielsweise bietet Kathrein Mobile Communication eine Auswahl von DTMAs mit RF-Bypass an. Dies ermöglicht eine Verstärkung eines Frequenzspektrums, wobei ein anderes Spektrum auf einen separaten oder gemeinsamen Ausgang durchgeschaltet wird. Dies ermöglicht Feeder Sharing ohne zusätzliche Combiner.

    Als Alternative bieten wir auch Dual-Band-DTMAs an, die eine Wiederverwendung existierender Standorte für zusätzliche Frequenzbänder oder Carrier Aggregation möglich machen.

    Eine Übersicht über unsere Produkte finden Sie in unserer Auswahlhilfe "DTMA Selection Guide" über unser Kundenportal.

  • Allgemeines

    Wie kann Feeder Sharing in einer gemischten Protokollumgebung am Funkmasten realisiert werden (CWA, AISG oder proprietäre Protokolle)?

    Herkömmliche Standortkonfigurationen benutzen oft DTMAs, welche über CWA überwacht werden. Zusätzlich haben oder hatten einige Hersteller proprietäre Protokolle zur Überwachung der Systeme an den Masten. Normalerweise werden diese in das Feeder-Kabel eingespeist, auf den Masten ausgekoppelt und direkt in die verschiedenen Geräte eingespeist.

    Falls zusätzliche Services an einem existierenden Standort installiert werden, besteht die Herausforderung, dass mehrere Protokolle (AISG 1.1, AISG 2.0, CWA und, oder Herstellerspezifische Protokolle) gleichzeitig über die Feeder-Kabel eingespeist werden.

    Kathrein Mobile Communication entwickelte dafür spezielle Dual-Band-Combiner, welche dieses Problem mit einem Minimum an zusätzlichen Investitionen lösen. Kathrein Mobile Communications SmartPlex [78210900/-901] ermöglicht einen reibungslosen Betrieb herkömmlicher Geräte für die Mastmontage. Zusätzlich können weitere Protokolle für Geräte ohne zusätzliche Verkabelung genutzt werden. Außerdem werden keine zusätzlichen Bias Tees und DC Stops benötigt. Mit der Kathrein-Mobile-Communication-Produktfamile Smartplex wird eine kostengünstige Lösung für komplexe Multiprotokoll-Installationen angeboten.

    Weitere Lösungsmöglichkeiten finden sie in unserem Kundenportal unter „Co siting application notes download“.

    Was ist der Unterschied zwischen einem Bias Tee und einem Smart Bias Tee?

    Ein Bias Tee wird zur Einführung oder Auskopplung von DC-Spannung verwendet. Außerdem können bei Bedarf AISG-Signale ein- oder ausgekoppelt werden. Diese werden benötigt, um Spannungsversorgung und Steuerungssignale über das RF-Feeder-Kabel an TMAs oder Remote Control Units zu geben.

    Kathrein Mobile Communication bietet 3 verschiedene Ausführungen von Bias Tees mit Varianten im Frequenzbereich an.

    1. Bias Tees zur Ein- und Auskopplung von DC-Spannungsversorgung über einen SMB(männlich)- oder SMA(weiblich)-Anschluss.
    2. Bias Tees zur Ein- und Auskopplung von DC-Spannung mit AISG-Steuerungssignalen, die eine "Layer-One-Conversion" (LOC) vor der Einspeisung in den Bias Tee erfordern. Die Signale können zur Unit über einen SMB-Stecker eingespeist werden. In diesem Falle ist das AISG-Signal auf eine Trägerfrequenz von 2.176 MHz bereits aufmoduliert, so dass es am Bias Tee-Eingang verfügbar ist.
    3. Smart Bias Tees erlauben ein Ein- und Auskopplung der DC-Spannung und führen eine "Layer-One-Conversion" (LOC) des AISG-Signals mittels eines eingebauten Modems durch. Diese Einheiten haben einen 8-poligen Stecker für ein RS485-Interface und erlauben eine direkte Verbindung zu primären und sekundären AISG-Geräten über herkömmliche RET-Steuerungskabel.